Das diesjährige Fastentuch ist ein Werk der Künstlerin Zhanina Marinova, das in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien für die Fastenaktion des Jahres 2018 in der Michaelerkirche entstanden ist. Mit dem Projekt wurde auf das Thema Menschenhandel aufmerksam gemacht, ein weltweites Verbrechen, von dem auch Österreich betroffen ist, und dessen wir uns meist zu wenig bewusst sind.
“Even though we often forget about it… Human trafficking is a ‘creature’ living and growing quietly all around us.
The victims: Invisible people, hidden from the eyes of society: Hidden behind bars and walls, the body is becomming a currency.
The infinity black lines symbolize the constant whirlpool of hopelessness in which these people are drowning.
The ‘bars’ that imprison them. The chains which lock – their existence.
The veils which cover our eyes …”
Zhanina Marinova
„Auch wenn wir es oft vergessen … Menschenhandel ist eine ‚Kreatur‘, die still um uns herum lebt und wächst.
Die Opfer: Unsichtbare Menschen, versteckt vor den Augen der Gesellschaft. Hinter Gittern und Mauern versteckt, wird der Körper zur Währung.
Die unendlichen schwarzen Linien symbolisieren den ständigen Strudel der Hoffnungslosigkeit, in dem diese Menschen versinken.
Die ‚Gitterstäbe‘, die sie gefangen halten. Die Ketten, die sie fesseln – ihre Existenz.Die Schleier, die unsere Augen bedecken …“
Zhanina Marinova
Zhanina Marinova, (*1994, Varna, Bulgarien) lebt und arbeitet in Wien. 2013 – 2019 Bildende Kunst: Graphik und Druckgraphik, Klasse Prof. Jan Svenungsson, Universität für angewandte Kunst Wien, Mitglied des Wiener Künstlerhauses seit 2018

